Der Söllinger DRK-Ortsverein lud seine Vereinsmitglieder am 13. März 2026 zur Mitgliederversammlung ein. Das Plenum wurde vom Vorsitzenden Günter Maag begrüßt, bevor er mit dem Totengedenken und seinem Bericht den Abend eröffnete.
Im Berichtszeitraum 2025 konnte der Verein sein breites Standardprogramm beibehalten, was heutzutage nicht selbstverständlich ist. Lobend hob Maag das neue Katastrophenschutzgesetz hervor, welches beispielsweise nun in jenen Einsatzfällen das Rote Kreuz mit der Feuerwehr gleichstellt. Hier hatte sich der Verein auch einer Demonstration in Stuttgart angeschlossen und zum Erfolg beigetragen. Ein Dauerprojekt wird das Vereinsheim bleiben. Schon jetzt sind die Mitglieder stetig an Sanierungsarbeiten; als nächsten großen Schritt sollen Umkleide und Duschen gebaut werden.
Kassier Thomas Grötschel stellte einen wiederholt soliden Finanzstatus vor. Die Rücklagen für eben jene große Arbeiten am Gebäude stehen bereit, sodass die Kassenprüfer keine Beanstandungen hatten, der geschäftsführende Vorstand entlastet werden konnte und der Beschluss vom Haushaltsplan einstimmig ausfiel. An dieser Stelle geht ein großer Dank an alle Gönner, die jegliche Anschaffungen im Jahr 2025 überhaupt möglich gemacht hatten.
Die Bereitschaftsleitung mit Simon Maag an der Spitze kann auf 30 Aktive zählen. Sein Stellvertreter Henning Kramer präsentierte die Jahresstatistik und berichtet beispielsweise von einer massiv gestiegenen Zahl an Einsätzen für die Notfallhilfe. Herausragend sei dabei aber die gleichbleibende Quote der Abdeckung. Auch für die drei Blutspenden ziehen die Leitungskräfte eine stabile Bilanz. Die Bereitschaft bringt viel Zeit für die Ausbildung auf, sodass alleine über 600 Stunden auf Qualifikation gebucht werden können. Hinzu kamen 2025 rund 760 Stunden für Einsätze und Dienste. Jugendleiterin Ulla Stefan gab einen bunten Rückblick rund um die Gruppenstunden des Nachwuchses. Die Kinder und Jugendlichen sind eifrig bei den Wettbewerben am Start, feiern Erfolge, pflegen Kontakte zu sozialen Einrichtungen im Ort und erarbeiten sich so gemeinschaftlich sowie künstlerisch Werte. Ulla Stefan ist überzeugt: „Eine humanitäre Erfahrung macht uns zu besseren Menschen.“ In zwei Altersstufen betreut sie wöchentlich knapp 20 Jugendrotkreuzler.
Damit das DRK in Söllingen und Kleinsteinbach auch perspektivisch seinen Wirkungsgrad erhalten kann, möchte man für mehrere Ämter Nachfolger finden. Günter Maag und Thomas Grötschel möchten spätestens zur nächsten Wahl ihr Amt abgeben und warben um Interessierte. Beide standen an diesem Abend auch auf der Liste der zu ehrenden, für die langjährige, aktive Mitarbeit. Bereitschaftsleiterin Sonja Klier moderierte die Ehrungen und dankte in den Jahresstufen: Carsten Blümle für 5 Jahre; Thomas Grötschel für 10 Jahre; Ronja Schneider für 15 Jahre; Yvonne Altmann für 20 Jahre; Sabine Raupp, Sebastian Brombacher und Simon Maag für 25 Jahre; Stefan Miereis für 30 Jahre und Günter Maag für 55 Jahre. Das beispielgebende Wirken von Günter Maag wurde zudem mit der Henry Dunant-Medaille des DRK-Kreisverbandes Karlsruhe gewürdigt. Klaus Altmann verlieh diese mit einer würdigenden Ansprache die alle auf eine Zeitreise mitnahm. „Günter Maag ist der verlässliche und moralische Anker des Vereins. Er lebt eine enorme Kontinuität vor, hat seit 1970 in bemerkenswerter Form das DRK im Ort geprägt und geformt. Seine Führungslaufbahn als stellvertretender Bereitschaftsleiter begonnen, übernahm er 2003 den Vorsitz. Er war es, der die Notfallhilfe gründete und heute noch die meisten Einsätze leistet“, schwärmt Klaus Altmann. Günter Maag zeigte sich nahezu sprachlos und brachte lediglich bescheiden an, dass er nur im Team diese Leistung habe vollbringen können.
Ausblick und Einladung für das DRK-Jahr 2026 mit seinen Festen durfte nicht fehlen: Sommerfest am 4. und 5. Juli, Sommerblutspende am 27. August, Kerwe am 19. und 20. September, Herbst-Blutspende am 22. Oktober, Tannenbaummärktle am 11. Dezember und die Weihnachtsblutspende am 26. Dezember.
Die Versammlung wurde mit einem großen Dank geschlossen, an: alle Aktiven, freie Mitarbeiter, Förderer, Gönner, Gemeinde Pfinztal, Feuerwehr und den ASB sowie dem Nachbarverein der Kleintierzüchter und den Freunden vom OWGV.
